Vielleicht haben Sie bereits vieles versucht, reflektiert, Gespräche geführt oder therapeutische Erfahrungen gesammelt. Sie verstehen inzwischen vielleicht recht gut, warum bestimmte Gefühle, körperliche Reaktionen oder Beziehungsmuster entstehen – und erleben dennoch, dass sie wiederkehren.
Verstehen allein reicht manchmal nicht
Denn Erfahrungen wirken nicht nur in unseren Gedanken weiter. Sie sind auch in Gefühlen, körperlichen Reaktionen und unbewussten Schutzmustern verankert. Der Psychotherapieforscher Bessel van der Kolk spricht deshalb von "Verkörperung". Reden und Nachdenken bleiben wichtig und sind die Basis der Therapie – für eine nachhaltige Veränderung kann es jedoch hilfreich sein, auch das unmittelbare emotionale und körperliche Erleben einzubeziehen.
Körperorientierte Psychotherapie verbindet deshalb das therapeutische Gespräch mit der aufmerksamen Wahrnehmung dessen, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Belastungen, Verletzungen und vertraute Schutzreaktionen, sondern auch auf Ihre Fähigkeit, wieder Orientierung, Kraft und neue Entwicklungsmöglichkeiten zu finden.
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