„Sein, was wir sind,
und werden,
was wir werden können“
Baruch de Spinoza
Körperorientierte Psychotherapie in Wiesbaden
Auch wenn vieles festgefahren erscheint, ist die eigene Fähigkeit zu Orientierung und Veränderung nicht verloren.
Vielleicht haben Sie bereits vieles reflektiert, Gespräche geführt oder therapeutische Erfahrungen gesammelt. Sie verstehen inzwischen vielleicht recht gut, warum bestimmte Gefühle, körperliche Reaktionen oder Beziehungsmuster entstehen – und erleben dennoch, dass sie wiederkehren.
Verstehen allein reicht manchmal nicht
Denn Erfahrungen wirken nicht nur in unseren Gedanken weiter. Sie können auch in Gefühlen, körperlichen Reaktionen und unbewussten Schutzmustern verankert sein. Reden und Nachdenken bleiben wichtig – für eine nachhaltige Veränderung kann es jedoch hilfreich sein, auch das unmittelbare emotionale und körperliche Erleben einzubeziehen.
Körperorientierte Psychotherapie verbindet deshalb das therapeutische Gespräch mit der aufmerksamen Wahrnehmung dessen, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Belastungen, Verletzungen und vertraute Schutzreaktionen, sondern auch auf Ihre Fähigkeit, wieder Orientierung, Kraft und neue Entwicklungsmöglichkeiten zu finden.
Mehr über Psychotherapie und Körper
Worum es gehen kann
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Selbstwert und innere Sicherheit
Wenn der eigene Wert stark von Leistung, Anerkennung oder einer Beziehung abhängt, können Kritik, Zurückweisung und Veränderungen schnell das innere Gleichgewicht bedrohen. Vielleicht passen Sie sich stark an andere an, zweifeln an den eigenen Bedürfnissen oder verlieren in belastenden Situationen den Kontakt zu sich selbst.
In der Therapie kann ein sichererer Zugang zu den eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Fähigkeiten entstehen. Ziel ist nicht, immer selbstbewusst oder unabhängig zu sein. Es geht vielmehr darum, sich auch in schwierigen Situationen weniger schnell selbst zu verlieren und der eigenen Wahrnehmung zunehmend vertrauen zu können. -
Körper, Anspannung und Psychosomatik
Manchmal hat der Kopf vieles verstanden, während der Körper weiterhin mit Anspannung, innerer Unruhe, Erschöpfung, Schlafstörungen oder Schmerzen reagiert. Solche Beschwerden sind weder eingebildet noch einfach „nur psychisch“. Sie können Ausdruck komplexer Wechselwirkungen zwischen Körper, Nervensystem, Lebensgeschichte und gegenwärtiger Belastung sein.
Meine langjährige ärztliche Erfahrung in der Behandlung orthopädischer Beschwerden und meine psychotherapeutische und psychosomatische Weiterbildung prägen meinen Blick auf diese Zusammenhänge. Der Körper kann dadurch differenziert betrachtet und dort in die psychotherapeutische Arbeit einbezogen werden, wo dies sinnvoll und hilfreich ist.
Mehr über Körper, Psychosomatik und chronische Schmerzen -
Krise, Trennung und Neuorientierung
Eine Trennung, ein Verlust oder eine persönliche Übergangsphase kann das bisherige Selbstverständnis erschüttern. Was lange getragen hat, scheint plötzlich nicht mehr zu passen. Vielleicht ist der Wunsch nach Veränderung bereits vorhanden, während eine neue Richtung noch nicht erkennbar ist.
Psychotherapie kann dabei helfen, die gegenwärtige Situation und ihre tiefere Bedeutung zu verstehen, den damit verbundenen Gefühlen Raum zu geben und wieder einen eigenen inneren Halt zu entwickeln. So können nach und nach neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten entstehen. -
Beziehungen und wiederkehrende Muster
Nähe und Abgrenzung, Verlustangst, Rückzug oder eine starke Anpassung an andere können Beziehungen belasten. Vielleicht erleben Sie wiederkehrende Verletzungen oder Konflikte und verstehen bereits einiges über deren Ursachen – ohne die dahinterliegenden Reaktionen wirklich verändern zu können.
Solche Muster werden in der Therapie nicht nur gedanklich betrachtet. In einem geschützten Rahmen kann auch wahrnehmbar werden, welche Gefühle, körperlichen Reaktionen, Bedürfnisse und Schutzmechanismen damit verbunden sind. Dadurch können neue Formen des Umgangs mit sich selbst und anderen entstehen.
Eine Psychotherapie, die Verstehen und Erleben verbindet
Ausgangspunkt meiner Arbeit ist das therapeutische Gespräch. Je nach Anliegen beziehe ich zusätzlich Gefühle, körperliche Wahrnehmungen, innere Bilder und unbewusste Beziehungsmuster ein.
Dabei arbeite ich tiefenpsychologisch orientiert und verbinde unterschiedliche therapeutische Zugänge – insbesondere Focusing, EMDR, Ego-State-Arbeit und systemische Perspektiven. Es geht nicht darum, möglichst viele Methoden einzusetzen. Entscheidend ist, was zu Ihnen, Ihrer gegenwärtigen Situation und Ihrem persönlichen Tempo passt.
Körperliche Reaktionen werden nicht vorschnell gedeutet, und nichts muss erzwungen werden. Sie bestimmen jederzeit selbst, worauf Sie sich einlassen und was Sie mitteilen möchten.
Veränderung kann dort beginnen, wo etwas nicht nur verstanden, sondern auch innerlich erfahren wird.
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was wir werden können“
Baruch de Spinoza