Auch wenn vieles festgefahren erscheint, ist die eigene Fähigkeit zu Veränderung und Entwicklung nicht verloren.

Vielleicht haben Sie bereits vieles versucht, reflektiert, Gespräche geführt oder therapeutische Erfahrungen gesammelt. Sie verstehen inzwischen vielleicht recht gut, warum bestimmte Gefühle, körperliche Reaktionen oder Beziehungsmuster entstehen – und erleben dennoch, dass sie wiederkehren.

Verstehen allein reicht manchmal nicht

Denn Erfahrungen wirken nicht nur in unseren Gedanken weiter. Sie sind auch in Gefühlen, körperlichen Reaktionen und unbewussten Schutzmustern verankert. Der Psychotherapieforscher Bessel van der Kolk spricht deshalb von "Verkörperung". Reden und Nachdenken bleiben wichtig und sind die Basis der Therapie – für eine nachhaltige Veränderung kann es jedoch hilfreich sein, auch das unmittelbare emotionale und körperliche Erleben einzubeziehen.
Körperorientierte Psychotherapie verbindet deshalb das therapeutische Gespräch mit der aufmerksamen Wahrnehmung dessen, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Belastungen, Verletzungen und vertraute Schutzreaktionen, sondern auch auf Ihre Fähigkeit, wieder Orientierung, Kraft und neue Entwicklungsmöglichkeiten zu finden.

Mehr über körperorientierte Psychotherapie

 

Worum es gehen kann

  • Körper, Anspannung und Psychosomatik

    Vielleicht leiden Sie unter chronischen Verspannungen, Schmerzen oder anderen körperlichen Beschwerden. Oder Sie erleben öfters innere Anspannung, Unruhe, Erschöpfung oder Schlafstörungen. Solche Beschwerden sind weder eingebildet noch vorschnell als „nur psychisch“ zu verstehen. Sie können durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Körper, Nervensystem, Lebensgeschichte und gegenwärtiger Belastung entstehen oder aufrechterhalten werden.
    Meine langjährige ärztliche Erfahrung in der Behandlung orthopädischer und chronischer körperlicher Beschwerden sowie meine psychotherapeutische und psychosomatische Weiterbildung prägen meinen Blick auf diese Zusammenhänge. So können wir körperliche und seelische Prozesse gemeinsam betrachten und Lösungen entwickeln, die zu Ihrer persönlichen Situation passen.
    Mehr über Körper, Psychosomatik und chronische Schmerzen
     

  • Lebenskrisen, Sinn und Neuorientierung

    Eine persönliche Übergangsphase, eine Trennung, ein Verlust oder eine Erkrankung können das bisherige Selbstverständnis erschüttern. Manchmal treten dabei Fragen in den Vordergrund, die tiefer reichen: Was ist mir wirklich wichtig? Was sind meine Werte? Wie möchte ich leben – und was trägt mich?
    Aber auch unabhängig von einer äußeren Krise kann das Gefühl entstehen, dass das bisherige Leben nicht mehr ganz dem entspricht, was Sie sich innerlich wünschen.
    Gemeinsam können wir diesen Fragen Raum geben, ohne vorschnell Antworten finden zu müssen. Im Gespräch und im körperlichen Spüren kann sich allmählich zeigen, was heute zu Ihnen und Ihrem Leben passt und in welche Richtung Ihr weiterer Weg führen könnte.
    Mehr über persönliche Entwicklung und existenzielle Fragen
     

  • Innere Anteile und das innere Kind

    Manchmal erleben wir in uns unterschiedliche, scheinbar widersprüchliche Seiten: Ein Teil sucht Nähe, während ein anderer sich zurückzieht. Ein Teil möchte sich zeigen, während ein anderer vor Verletzung schützt. Manche dieser Reaktionen haben ihren Ursprung in frühen oder belastenden Erfahrungen und wirken bis in heutige Beziehungen, Gefühle und körperliche Reaktionen hinein.
    Die Arbeit mit inneren Anteilen – vielen auch als Arbeit mit dem „inneren Kind“ bekannt – kann helfen, diese Seiten nicht zu bekämpfen, sondern ihre Geschichte und ihre schützende Funktion zu verstehen. Über das Gespräch, innere Bilder und körperliches Spüren kann ein neuer Kontakt zu ihnen entstehen. So wird es möglich, alte Reaktionen besser zu regulieren und als erwachsener Mensch freier zu entscheiden.

 

Verstehen und inneres Erleben miteinander verbinden

Ausgangspunkt meiner Arbeit ist das therapeutische Gespräch. Je nach Anliegen beziehe ich zusätzlich Gefühle, körperliche Wahrnehmungen, innere Bilder und unbewusste Beziehungsmuster ein.
Dabei arbeite ich tiefenpsychologisch orientiert und verbinde unterschiedliche therapeutische Zugänge – insbesondere Focusing, EMDR, Ego-State-Arbeit und systemische Perspektiven. Es geht nicht darum, möglichst viele Methoden einzusetzen. Entscheidend ist, was zu Ihnen, Ihrer gegenwärtigen Situation und Ihrem persönlichen Tempo passt.
Körperliche Reaktionen werden nicht vorschnell gedeutet, und nichts muss erzwungen werden. Sie bestimmen jederzeit selbst, worauf Sie sich einlassen und was Sie mitteilen möchten.
Veränderung kann dort beginnen, wo etwas nicht nur verstanden, sondern auch innerlich erfahren wird.